Kugelkäfer

(Gibbium psylloides)
Kugelkäfer

Der Kugelkäfer gehört zu der Familie der Nagekäfer und besitzt keine Flügel. Die Tiere haben eine braune durchscheinende Färbung und erreichen eine durchschnittliche Länge von 2-3 mm. Die weiblichen Kugelkäfer legen bis zu 100 Eier, aus denen bereits nach einem Monat die Larven schlüpfen. Im Durchschnitt entstehen innerhalb eines Jahres ein bis zwei Generationen dieser Tiere, abhängig von der jeweiligen Ausgangslage bezüglich Beschaffenheit und Temperatur. 

Der Kugelkäfer ist sehr aktiv in der Nacht und meidet das Licht, sodass es sich tagsüber gerne in kleinen Hohlräumen von Dielen, Decken oder Böden versteckt. Als Nahrungsquelle dienen organische Materialien wie Wolle, Seide, Lebensmittel oder andere Gegenstände, aber auch Kunstfasern. Aus diesem Grund befallen Kugelkäfer mit Vorliebe Altbauten, in denen es hohle Fehlböden gibt. Dort findet man nämlich noch organische Dämmmaterialien, welche eine ideale Grundlage für die Entwicklung der Käfer bietet.

Die Beseitigung eines Kugelkäferbefalls ist sehr aufwendig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Da sämtliche Hohlräume und Zwischenböden bei der Behandlung berücksichtig werden müssen, ist eine Beauftragung eines professionellen Kammerjägers mehr als ratsam. 

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