Reismehlkäfer

(Tribolium castaneum)
Reismehlkäfer

Der Reismehlkäfer gehört zu der Familie der Schwarzkäfer. Er erreicht eine durchschnittliche Länge von 3-6 mm und seine Färbung bewegt sich in einem Spektrum von Rotbraun bis Dunkelbraun. Erkennen kann man den Reismehlkäfer unter anderem an den Rillen, die sich längs auf seiner Flügeldecke befinden. Die weiblichen Käfer können 300-600 Eier legen, wobei die Eier mit einem klebrigen Sekret an unterschiedlichen Lebensmitteln befestigt werden und mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen sind. Unter idealen Voraussetzungen wird der gesamte Entwicklungszyklus bereits über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten durchlebt und bei einer durchgehenden Zimmertemperatur entwickelt sich aus dem Ei bereits innerhalb von 27-35 Tagen der erwachsene Käfer.

Auch wenn somit viele Generationen im Lauf eines Jahres entstehen könnten, ist der Reismehlkäfer sehr empfindlich gegenüber Schwankungen der Temperaturen oder des Klimas.

Die typischen Nahrungsquellen eines Reismehlkäfers sind Getreide, Backwaren, Nüsse, Dörrobst, Mehl und allerlei an Mehlprodukten. Einen Befall kann man erkennen, wenn sich in den Vorräten ungewöhnliche Klumpen bilden, ebenfalls besteht in diesem Fall auch die Gefahr, das sich bereits Pilze und Bakterien gebildet haben. 

Bei dem Reismehlkäfer entwickeln sich die Tiere nicht im Inneren des Korns, wie bei vielen anderen Käferarten. Aus diesem Grund kann man hier bei einem Befall im gewerblichen Umfeld auch mit Nebel als Sprühpräparat arbeiten. Bei Getreidevorräten wir jedoch zu einer Phosphorbegasung geraten, da man somit direkt alle Entwicklungsstadien auf einmal bekämpfen kann. Bei einem Befall durch Reismehlkäfer sollte man sich auf jeden Fall Hilfe von einem professionellen Schädlingsbekämpfer holen.

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